Barometer Ergebnisse 2019

Breite Unterstützung für die Energiewende – aber nicht so, wie sie zurzeit gemacht wird: Acht von zehn Menschen in Deutschland unterstützen die Idee der Energiewende als Gemeinschaftswerk und den Ausbau der erneuerbaren Energien. Mehr als zwei Drittel sind jedoch mit der Energiewendepolitik der Bundesregierung unzufrieden.

 

 

Die überwiegende Mehrheit der in Deutschland lebenden Bevölkerung unterstützt die zentralen politischen Ziele der Energiewende. Die Kritik an der Umsetzung nimmt jedoch im Vergleich zu 2018 erneut zu. Deutlich mehr Menschen als vor zwei Jahren bezeichnen die Energiewende als

  • teuer (78% aller Befragten; plus drei Prozentpunkte),
  • chaotisch (66%; plus sechs Prozentpunkte),
  • ungerecht (56%; plus fünf Prozentpunkte)
  • elitär (51%; plus vier Prozentpunkte).

 

Das Soziale Nachhaltigkeitsbarometer zeigt aber auch, dass die Menschen mehrheitlich mehr Windenergie an Land wollen, fast zwei Drittel unterstützen den Kohleausstieg, und mehr als die Hälfte der Befragten ist prinzipiell bereit, für den Klimaschutz höhere Energiekosten zu tragen.

 

Allerdings vertreten die Menschen klare Ansichten darüber, wie die Mehreinnahmen aus einem CO2-Preis zu verwenden seien. 60 Prozent lehnen es ab, dass die Mittel in den Bundeshaushalt fließen, aber auch eine Rückzahlung an die Bürger*innen wird skeptisch gesehen. Die deutliche Mehrheit spricht sich dafür aus, dass die Einnahmen für Investitionen in ein klimafreundliches Verkehrssystem und den Ausbau von erneuerbaren Energien investiert werden.

 

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die Menschen in Deutschland einen differenzierten Blick auf Energiewende haben. Lesen Sie dazu auch unser Interview mit Ingo Wolf, Autor der Studie und Senior wissenschaftlicher Mitarbeiter am IASS.

 

Alle Ergebnisse in unserem Booklet zum Download

 

Oder hören Sie in unserem Podcast, wie Ortwin Renn (IASS), René Mon0 (100 prozent erneuerbar stiftung) und Stephan Muschick (innogy Stiftung) die aktuellen Ergebnisse bewerten:

 

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