Prima Klima in China?

Studentin Corinna lebt gerade in Shanghai und geht für uns der Frage nach, wie grün China eigentlich ist.  

 

China und Nachhaltigkeit – bevor ich für ein Auslandssemester nach Shanghai gezogen bin, war das für mich ein totaler Widerspruch. Schließlich ist meine neue Wahlheimat Weltmeister im CO2-Ausstoß und auch beim Plastikverbrauch unangefochten an der Spitze.

 

Das Geschirr in Restaurants, einzelne Kekse und sogar Bananen im Supermarkt: alles in Plastik.

 

Das ist auch vor Ort kaum zu übersehen: Überall liegt Müll herum, alles ist einzeln verpackt und an manchen Tagen ist der Smog hier so schlimm, dass man das Haus nicht ohne Mundschutz verlassen kann.

 

Dass die Feinstaub-Grenzwerte der WHO nun um ein Vielfaches überschritten werden, spüre ich am eigenen Leib: Tränende Augen, Reizhusten, Kopf- und Halsschmerzen sind meine täglichen Begleiter.

 

Die sonst so bunte Stadt versinkt im Smog und verwandelt sich immer mehr in eine triste Nebelwand. Denn neben den Industrie- und Autoabgasen verbrennen im Winter Heizungsanlagen zusätzlich Kohle.

 

Trotzdem hat China auch ein zweites Gesicht: In keinem Land der Welt wird so viel Geld in erneuerbare Energien gesteckt und auch E-Mobilität ist hier deutlich verbreiteter als in Deutschland.

 

Das ist Chen. Er kauft Pappe, Glas, Plastik und andere Wertstoffe von Geschäften und Wohnkomplexen ab, sortiert sie und verkauft sie für einen geringen Gewinn an Firmen weiter, die sie wiederverwerten.

 

Auch wenn es noch einiges zu tun gibt, haben mir Begegnungen wie die mit Chen und Donovan Mut gemacht. China hat endlich erkannt, dass etwas getan werden muss:  

 

 

 

 

Mehr Meinungen und Eindrücke zum Klima in China sammle ich für dynamis auf Instagram!

 

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