Prosumer 2.0

Das Projekt Digitalisierung der Energiewende hat herausgefunden, dass sich die Situation der Energieverbraucher mittelfristig radikal verändern könnte: Aus einfachen Verbrauchern, deren Rolle sich heute darin erschöpft, die Jahresabrechnung zu prüfen, könnten aktive Energie-Manager auf einer Mikroebene werden. Denn digitale Anwendungen – insbesondere Machine Learning und Künstliche Intelligenz in einem Internet-of-Things-Kontext – werden es ihnen erlauben, die Optimierung der Allokation zwischen ihrem eigenen Energiebedarf und der jeweiligen Erzeugung selbst vorzunehmen.

 

In einem Lab will dynamis herausfinden, welche Verbraucher bis zu welchen Grad und auf welche Weise bereit sind, von diesen Möglichkeiten Gebrauch zu machen. Das Lab befindet sich derzeit in der Entwicklung.

 

Folgende Elemente sollen das Lab auszeichnen:

 

  • eine ganzheitliche Betrachtung von Energie, die Sektorgrenzen, insbesondere die zwischen Wärme und Elektrizität, in einem späteren Schritt auch die zur Elektromobilität überschreitet,
  • eine Vernetzung aller Energieverbrauchsgeräte,
  • eine Abbildung der jeweiligen Energiesituation im Verteilnetz vor Ort, die als Grundlage für die Belohnung von systemdienstliche Energieverbrauchsverhalten dient,
  • und vor allem ein Smart Client als Ort des Machine Learning und der Künstlichen Intelligenz.

Bis zu 600 Haushalte werden gebeten, die Smart Clients in ihrem Alltagshandeln zu Hause auszuprobieren. Über die Smart Clients können sie ihre spezifische Verbrauchspräferenzen, sowohl was Elektrizität als auch Wärme, angeht, bekunden. Im Smart Client läuft auf dieser Basis ein Algorithmus ab, der entscheidet, wie die Präferenzen bestmöglich bedient werden können.

 

Auf diese Weise wird der Smart Client zum Herz und Hirn der lokalen Optimierung des Matchings von Verbrauch und eigener Stromerzeugung bzw. der aus dem Netz entnommener Elektrizität.

 

In einem mehrmonatigen Experiment werden die Anwendung des Smart Clients im Alltagsleben der ausgewählten Haushaltsbewohner getestet, und der resultierende Beitrag zum Klimaschutz wird bewertet.

 

Ansprechpartner: René Mono